Samstag, 11. Juli 2009

Meine erste Kurzgeschichte

Verhängnisvolle Nacht

Es tropft. Leise tropft es auf den Boden. Der Wind zieht kalt klirrend durch die Straße. Der Platz erhellt von einem einzig schwachen Licht, wo gerade Grausames passiert ist. Etwas liegt starr am Boden. Still und regungslos. Man spürt das Grauen in der Luft. Der Tod ist hier. Schwärzer als sonst ist die Nacht und alle Wärme schwindet in der Nähe. Geht verloren.

Plötzlich ein Schrei. Eine Frau hat sich gerade um die Ecke gewendet und ist in jener dunklen Gasse gelandet. Angst kriecht in ihr hoch, als sie den starren Leib am Boden sieht. Der Boden unter ihm ist nass, getränkt mit Blut, soweit es sich im schwachen Licht erkennen lässt. Panisch greift sie in ihre Tasche und sucht ihr Handy. Sie wird fündig und versucht, völlig zitternd, eine Nummer zu wählen, aber es gelingt ihr nur schwer. Schluchzend spricht sie in das Telefon, als sich am anderen Ende der Leitung eine Stimme meldet. Mit panischer Furcht will sie einen Laut von sich geben, doch sie verstummt. Ein Gefühl von Eiseskälte steigt in ihr auf. Wie ein Stich, der immer stärker wird. Und noch einer. Schmerzen durchdringen sie. Aber außerstande einen Laut von sich zu geben. Ihr wird schwindlig. Die Kraft in ihren Beinen hat sie verlassen. Sie sinkt zusammen und fällt auf den Rücken. Ihre Gedanken fangen an zu schwinden und mit der Zeit kehrt Ruhe in ihr ein. Das Letzte was sie sieht ist eine dunkle Gestalt, die über ihr steht. Dann ist alles schwarz.

Ein hämisches Lächeln fährt über seine Lippen, so muss er daran denken, dass sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Nicht mehr, nicht weniger. Ein verhängnisvoller Schicksalsschlag. Noch immer tropft das Blut von seiner Klinge, welches er in seiner Hand hält. Ein letzter Blick auf seine Tat, dann dreht er sich um und verschwindet in der Nacht.

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